Fassung vom 24.06.2026
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für alle Verträge über Waren und Dienstleistungen, die im Ladengeschäft oder über die Online-Bestellwege (s. u.) zwischen uns (nachfolgend auch „Anbieter“)
sonder film lab – Laden für analoge Fotografie
Inhaberin: Katja Thömmes
Breite Str. 12, 04317 Leipzig
Telefon: +49 341 24753525
E-Mail: hello@sonderfilmlab.de
USt-IdNr.: DE367233543
Steuernummer: 232/281/07835
und Ihnen als unseren Kund:innen (nachfolgend auch „Auftraggeber“, „Käufer“ oder „Kunde“) geschlossen werden.
Mit Erteilung Ihres Auftrags – durch Abgabe Ihres zu entwickelnden Films, bereits entwickelter Negative und/oder digitaler Dateien bzw. durch Absenden einer Online-Bestellung – bestätigen Sie die Kenntnisnahme und Einbeziehung dieser AGB. Sie können die AGB jederzeit unter https://sonderfilmlab.de/agb sowie zu den Öffnungszeiten im Ladengeschäft einsehen und speichern oder ausdrucken. Abweichende Bedingungen des Auftraggebers erkennen wir nicht an, es sei denn, wir haben ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt.
§ 1 Geltungsbereich
- Diese AGB gelten für alle Rechtsbeziehungen zwischen Anbieter und Auftraggeber im Zusammenhang mit den vom Anbieter angebotenen Dienstleistungen (insbesondere Filmentwicklung, Digitalisierung/Scans und Fotoprints) sowie für den Verkauf von Waren (z. B. Filme, Zubehör), der ausschließlich im Ladengeschäft erfolgt.
- Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
- Maßgebend ist die jeweils bei Vertragsschluss gültige Fassung der AGB.
- Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Auftraggebers werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.
§ 2 Vertragsschluss und Auftragswege
A. Warenverkauf im Ladengeschäft
- Der Verkauf von Waren erfolgt ausschließlich im Ladengeschäft bei gleichzeitiger Anwesenheit beider Parteien. Der Vertrag kommt mit der Übergabe der Ware und Zahlung an der Kasse zustande. Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht für diese im Ladengeschäft geschlossenen Kaufverträge nicht; ein freiwilliges Rückgabe- oder Umtauschrecht wird nicht eingeräumt. Die gesetzlichen Mängelrechte (§ 8) bleiben unberührt.
B. Dienstleistungen – Auftragswege
- Dienstleistungen (Entwicklung, Digitalisierung/Scans, Fotoprints) können auf drei Wegen beauftragt werden: (a) durch persönliche Abgabe im Ladengeschäft, (b) durch Einwurf in eine der vom Anbieter bereitgestellten Abgabe-Boxen („Dropboxen“) im Stadtgebiet Leipzig und Umgebung in Verbindung mit einem Online-Auftragsformular oder (c) nach vorheriger Absprache durch postalische Einsendung in Verbindung mit einem Online-Auftragsformular.
- Durch Abgabe von unentwickeltem Filmmaterial erteilt der Auftraggeber den Auftrag zur Entwicklung und/oder anschließenden Digitalisierung (Scan) und/oder zur Erstellung von Drucken. Durch Abgabe bereits entwickelten Filmmaterials erteilt er den Auftrag zur Digitalisierung und/oder Erstellung von Drucken. Durch Übermittlung digitaler Druckdateien erteilt er den Auftrag zur Erstellung von Drucken. In allen Fällen gibt der Auftraggeber mit Abgabe bzw. Übermittlung des Ausgangsmaterials und der Auftragsdaten ein verbindliches Vertragsangebot ab.
C. Zustandekommen des Dienstleistungsvertrags je Auftragsweg
- Abgabe im Ladengeschäft: Der Auftraggeber füllt einen Auftragszettel („Lab Sheet“) aus, auf dem auf diese AGB und die Datenschutzerklärung hingewiesen wird, und gibt das Filmmaterial ab. Der Vertrag kommt mit Annahme durch den Anbieter, spätestens mit Beginn der Bearbeitung, zustande. Die Zahlung erfolgt in der Regel sofort bei Abgabe; in Ausnahmefällen kann eine Zahlung bei Abholung bzw. vor Zusendung vereinbart werden.
- Abgabe per Dropbox: Der Auftraggeber füllt das Online-Auftragsformular aus und wirft das Filmmaterial in eine der Abgabe-Boxen ein. Die Boxen werden in der Regel einmal wöchentlich geleert. Der Vertrag kommt zustande, sobald der Anbieter das Material entnommen, dem Online-Auftrag zugeordnet und dies bestätigt hat. Der Auftraggeber erhält anschließend eine Rechnung, die vor Abholung bzw. Bereitstellung des Auftrags zu begleichen ist.
- Postalische Einsendung (nur nach vorheriger Absprache): Der Auftraggeber füllt das Online-Auftragsformular aus und sendet das Filmmaterial an den Anbieter. Der Vertrag kommt mit der Eingangsbestätigung des Anbieters per E-Mail zustande. Die Zahlung erfolgt vor Abholung bzw. Zusendung des fertigen Auftrags nach Rechnungsstellung.
- Der Auftraggeber gibt sämtliche relevanten Auftragsdaten auf dem Bestellformular („Lab Sheet“ bzw. im Online-Portal) an und ist verpflichtet, diese vor Abgabe des Ausgangsmaterials zu prüfen und ggf. zu berichtigen. Für die Richtigkeit der angegebenen Daten ist der Auftraggeber verantwortlich.
- Hinsichtlich des Bestehens von Urheber- oder sonstigen Rechten am Bildmaterial ist der Anbieter auf die Angaben des Auftraggebers angewiesen. Der Auftraggeber sichert zu, dass er zur Beauftragung berechtigt ist und keine Rechte Dritter entgegenstehen. Werden durch die Ausführung des Auftrags infolge unterlassener Unterrichtung Rechte Dritter verletzt, stellt der Auftraggeber den Anbieter von berechtigten Ansprüchen Dritter frei.
§ 3 Bereitstellung der Scans
Digitalisierte Dateien (Scans) werden über einen zugriffsbeschränkten Download-Link für 30 Tage ab Bereitstellung zum Download angeboten. Nach Ablauf dieser Frist werden die Dateien und der Link gelöscht bzw. deaktiviert. Der Anbieter schuldet keine dauerhafte Verfügbarkeit des Download-Servers und keine dauerhafte Sicherung der Daten. Der Auftraggeber wird gebeten, die bereitgestellten Dateien innerhalb der Frist herunterzuladen und eine eigene Sicherungskopie anzulegen.
§ 4 Aufbewahrung von Negativen
Entwickelte Negative werden grundsätzlich nach der Verarbeitung in 6er-Filmstreifen geschnitten und in Pergamin-Hüllen abgelegt. Auf ausdrücklichen Wunsch können entwickelte Negative auch ungeschnitten zur Verfügung gestellt werden. Negative verbleiben im Eigentum des Auftraggebers und werden bis zur Abholung im Ladengeschäft bereitgehalten. Der Auftraggeber wird gebeten, die Negative innerhalb von 90 Tagen nach Auftragsabschluss abzuholen. Auf Wunsch und nach gesonderter Vereinbarung ist eine längere Einlagerung möglich.
§ 5 Preise, Zahlung und nicht abgeholtes Material
- Es gelten die zum Zeitpunkt der Beauftragung gültigen Preise. Sämtliche Preise verstehen sich als Endpreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
- Der Anbieter arbeitet grundsätzlich auf Vorkasse. Die Bearbeitung beginnt nach Zahlungseingang, sofern nichts anderes vereinbart ist. Rechnungen sind ohne Abzug sofort fällig.
- Holt der Auftraggeber sein Material (Negative, Prints) trotz Bereitstellung und Aufforderung nicht ab, gerät er nach Setzung einer angemessenen Frist in Annahmeverzug. Der Anbieter wird das Material nach Ablauf der gesetzten Frist, frühestens jedoch sechs Monate nach Auftragsabschluss, nur dann vernichten, wenn der Auftraggeber zuvor unter Hinweis auf die beabsichtigte Vernichtung erfolglos aufgefordert wurde. Etwaige Aufbewahrungs- und Datenschutzpflichten bleiben unberührt.
§ 6 Hinweise und Vorbehalte für Filmentwicklung und Scans
- Angegebene Formate sind Arbeitsformate und können durch Beschnitt kleiner ausfallen. Macht der Auftraggeber keine konkreten Angaben zu Farbe, Helligkeit oder Kontrast, bestimmt der Anbieter diese Eigenschaften nach pflichtgemäßem Ermessen und technischem Stand. Bei Nachbestellungen kann aus materialbedingten Gründen kein identisches Ergebnis zugesichert werden. Farbstoffe fotografischer Materialien verändern sich im Laufe der Zeit; Farbwiedergabe und -empfindlichkeit verschiedener Medien (Monitor, Fotopapier, Film, Inkjetpapier, Drucke) können voneinander und von der Wahrnehmung des menschlichen Auges abweichen.
- Alte, falsch gelagerte, selbst abgepackte oder Effektfilme (z. B. „Film Soup“) sowie Filme unbekannter Herkunft werden ausschließlich auf ausdrücklichen Kundenwunsch verarbeitet. Der Anbieter behält sich vor, solche Aufträge abzulehnen. Farbverbindliches Arbeiten ist bei solchen Filmen technisch nicht möglich; hierauf beruhende Abweichungen stellen keinen Mangel dar.
- Der Anbieter haftet nicht für Schäden oder Fehlbelichtungen, die auf falschen Kameraeinstellungen, fehlerhaftem Filmtransport oder Defekten der verwendeten Kamera beruhen und nicht im Verantwortungsbereich des Anbieters liegen.
- Tritt ein Schaden am Filmmaterial aufgrund eines Fehlers oder Defekts innerhalb des Labors ein, wird das Filmmaterial nach Wahl durch einen gleichwertigen frischen Film ersetzt. Weitergehende Ansprüche richten sich nach §§ 8 und 9.
§ 7 Widerrufsrecht für Verbraucher
A. Bestehen eines Widerrufsrechts
Verbrauchern steht bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Bei Verträgen, die bei persönlicher Anwesenheit im Ladengeschäft geschlossen werden, besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht.
B. Ausschluss des Widerrufsrechts
Das Widerrufsrecht besteht nicht bzw. erlischt vorzeitig insbesondere bei Verträgen zur Lieferung von Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist oder die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten sind (§ 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB). Hierunter fallen insbesondere individuell aus dem Material des Auftraggebers angefertigte Scans und Fotoprints.
C. Vorzeitiges Erlöschen bei Dienstleistungen
Bei Verträgen über Dienstleistungen (z. B. reine Entwicklung/Digitalisierung) erlischt das Widerrufsrecht, wenn der Anbieter die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher dazu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch den Anbieter verliert.
D. Widerrufsbelehrung (Frist, Form, Folgen)
- Soweit ein Widerrufsrecht besteht, beträgt die Widerrufsfrist 14 Tage. Sie beginnt bei Dienstleistungen mit Vertragsschluss und bei Warenlieferungen, sobald der Verbraucher oder ein von ihm benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die Waren in Besitz genommen hat.
- Um das Widerrufsrecht auszuüben, muss der Verbraucher den Anbieter (sonder film lab – Katja Thömmes, Breite Str. 12, 04317 Leipzig, Telefon: +49 341 24753525, E-Mail: hello@sonderfilmlab.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. Brief oder E-Mail) über seinen Entschluss informieren. Der Verbraucher kann hierfür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, was nicht vorgeschrieben ist.
- Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung der Widerrufserklärung.
- Widerruft der Verbraucher den Vertrag, erstattet der Anbieter alle erhaltenen Zahlungen einschließlich der Lieferkosten (ausgenommen Zusatzkosten infolge einer vom Verbraucher gewählten anderen als der günstigsten Standardlieferung) unverzüglich und spätestens binnen 14 Tagen ab Zugang der Widerrufserklärung. Die Erstattung erfolgt mit demselben Zahlungsmittel wie die ursprüngliche Transaktion, sofern nichts anderes vereinbart wurde; Entgelte werden hierfür nicht berechnet.
- Hat der Verbraucher verlangt, dass die Dienstleistung während der Widerrufsfrist beginnt, schuldet er einen angemessenen Betrag für die bis zum Widerruf erbrachte Leistung, sofern das Widerrufsrecht nicht bereits nach Abschnitt C erloschen ist.
- Erhaltene Waren hat der Verbraucher unverzüglich und spätestens binnen 14 Tagen nach Erklärung des Widerrufs zurückzusenden oder zu übergeben; die Frist ist mit rechtzeitiger Absendung gewahrt. Die unmittelbaren Kosten der Rücksendung trägt der Verbraucher. Für einen Wertverlust hat der Verbraucher nur einzustehen, wenn dieser auf einen zur Prüfung von Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise nicht notwendigen Umgang zurückzuführen ist.
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
An: sonder film lab – Katja Thömmes, Breite Str. 12, 04317 Leipzig, E-Mail: hello@sonderfilmlab.de
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren (*) / die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*):
Bestellt am (*) / erhalten am (*): __________________________
Name des/der Verbraucher(s): __________________________
Anschrift des/der Verbraucher(s): __________________________
Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier): __________________________
Datum: __________________________
(*) Unzutreffendes streichen.
§ 8 Mängelrechte (Gewährleistung)
- Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte. Verbraucher werden gebeten, die Ware bzw. die Ergebnisse bei Abholung oder Lieferung umgehend auf Vollständigkeit, offensichtliche Mängel und Transportschäden zu prüfen und Beanstandungen schnellstmöglich mitzuteilen. Eine unterbliebene oder verspätete Anzeige führt bei Verbrauchern nicht zum Verlust gesetzlicher Mängelrechte.
- Ist der Auftraggeber Unternehmer, gilt für Entwicklung und Scans ergänzend § 377 HGB: Er hat die Leistung unverzüglich zu untersuchen und Mängel unverzüglich, verdeckte Mängel unverzüglich nach Entdeckung, in Textform anzuzeigen. Bei Verletzung der Untersuchungs- und Rügepflicht gilt die Leistung als genehmigt.
- Geringfügige Verschmutzungen oder Fehler auf dem Trägermaterial werden bei Farbnegativen und Diapositiven regelmäßig durch die im Scanner integrierte Staub- und Kratzererkennung (ICE) erkannt und reduziert. Bei Schwarzweiß-Vorlagen ist dieses Verfahren technisch nicht anwendbar; ein manuelles Ausflecken ist nicht Leistungsbestandteil. Trotz Sichtprüfung und Reinigung mittels Druckluft können in Einzelfällen Verschmutzungen in der finalen Datei sichtbar bleiben; eine darüber hinausgehende Reinigung ist nicht geschuldet. Bei unverhältnismäßig schlechtem Zustand des Materials behält sich der Anbieter vor, den Auftrag abzulehnen oder die Konditionen in Absprache neu zu vereinbaren.
§ 9 Haftung
- Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz und im Umfang einer übernommenen Garantie.
- Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertrauen darf, ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
- Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
- Der Auftraggeber wird darauf hingewiesen, dass eingesandtes Filmmaterial und Negative regelmäßig unwiederbringliche Unikate sind. Erzeugnisse des Anbieters sind vor einer Weiterverarbeitung auf Richtigkeit zu prüfen.
- Bei der Entwicklung, Digitalisierung und Bearbeitung von Filmmaterial ist zu berücksichtigen, dass die auf dem Film befindlichen latenten Aufnahmen einen ideellen Wert haben können, der sich einer Bewertung entzieht und keinen ersatzfähigen Vermögensschaden darstellt. Der Anbieter haftet für den Verlust oder die Beschädigung der Aufnahmen, nicht für deren ideellen oder Erinnerungswert. Soweit dem Anbieter lediglich leichte Fahrlässigkeit zur Last fällt, ist seine Haftung für den Verlust oder die Beschädigung eingesandten Filmmaterials – einschließlich der darauf befindlichen Aufnahmen – der Höhe nach auf den Wiederbeschaffungswert eines gleichwertigen, unbelichteten Films begrenzt. Die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt hiervon unberührt.
- Der Anbieter haftet nicht für mittelbare Schäden, Folgeschäden oder entgangenen Gewinn, die dem Auftraggeber dadurch entstehen, dass eingesandtes Filmmaterial oder darauf befindliche Aufnahmen verloren gehen oder beschädigt werden – insbesondere nicht für Schäden aus einer gewerblichen oder beruflichen Verwertung der Aufnahmen (z. B. durch berufsmäßige Fotografen). Dieser Haftungsausschluss gilt nicht bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Beabsichtigt der Auftraggeber eine gewerbliche oder berufliche Verwertung der Aufnahmen oder hängt vom Filmmaterial ein außergewöhnlich hoher Schaden ab, hat er den Anbieter hierauf vor Auftragserteilung in Textform hinzuweisen. Unterbleibt der Hinweis, haftet der Anbieter – außer in den vorgenannten Fällen – nur für den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden.
- Bei Abgabe über eine der Dropbox-Boxen trägt der Auftraggeber das Risiko für den Zeitraum zwischen dem Einwurf des Filmmaterials und der Entnahme durch einen Mitarbeiter des Anbieters. In diesem Zeitraum befindet sich das Material noch nicht im Obhutsbereich des Anbieters; eine Haftung für Verlust oder Beschädigung in dieser Zeit ist – außer in Fällen des Vorsatzes oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters sowie bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit – ausgeschlossen. Der Auftraggeber wird gebeten, kein unersetzliches Material ohne vorherige Absprache über die Boxen abzugeben.
- Das Einsenden von Filmmaterial auf dem Postweg an den Anbieter erfolgt auf Gefahr des Auftraggebers; für Verlust oder Beschädigung auf dem Transportweg zum Anbieter haftet dieser nicht, soweit ihn kein Verschulden trifft. Bei Verbraucherverträgen geht die Gefahr im Übrigen erst mit Übergabe an den Verbraucher bzw. – bei der Rücksendung an den Verbraucher – nach den gesetzlichen Regelungen über; § 475 Abs. 2 BGB bleibt unberührt.
§ 10 Eigentumsvorbehalt
Die vom Anbieter gelieferte Ware (insbesondere Prints) bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Anbieters. Gegenüber Unternehmern gilt der erweiterte Eigentumsvorbehalt; die Ware bleibt bis zur Erfüllung sämtlicher Forderungen aus der Geschäftsverbindung Eigentum des Anbieters. Vom Auftraggeber eingebrachtes Eigenmaterial (Filme, Negative) bleibt stets Eigentum des Auftraggebers.
§ 11 Datenschutz
Zur Erfüllung der vertraglichen Leistungspflichten ist die Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich. Einzelheiten zur Verarbeitung und zu den Rechten der betroffenen Personen ergeben sich aus der Datenschutzerklärung des sonder film lab, abrufbar unter https://sonderfilmlab.de/datenschutz.
§ 12 Verbraucherstreitbeilegung
Die EU-Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit. Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
§ 13 Änderung dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies aus triftigem Grund (z. B. geänderte Rechtslage, höchstrichterliche Rechtsprechung oder Änderung des Leistungsangebots) erforderlich ist und der Auftraggeber dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Für bereits erteilte Aufträge gilt die bei Vertragsschluss vereinbarte Fassung.
§ 14 Schlussbestimmungen
- Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder unvollständig sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle unwirksamer Bestimmungen treten die gesetzlichen Regelungen.
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch der durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates des gewöhnlichen Aufenthalts des Verbrauchers gewährte Schutz nicht entzogen wird.
- Erfüllungsort ist der Sitz des Anbieters in Leipzig.
- Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Leipzig, sofern der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist oder keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
Stand dieser Fassung: 24.06.2026